B 104 bei Ihlenberg: Fahrbahnsanierung erfordert Vollsperrung
Ab 10. August 2026 müssen Fahrzeuglenker auf der B 104 im Bereich der neuen Zufahrt zur Deponie Ihlenberg in Nordwestmecklenburg sowie auf der L 628 bei Wiesloch in Baden-Württemberg mit Vollsperrungen und Umleitungen rechnen.

Auslöser sind jeweils erforderliche Nachbesserungen an den Fahrbahndecken, die sowohl die Qualitätssicherung als auch die langfristige Nutzungssicherheit der Verkehrswege sicherstellen sollen. Für Tiefbau-Unternehmen und Baustoffhändler sind solche Engpässe ein relevanter Terminfaktor für Materiallieferungen und Anfahrtsrouten.
B 104 bei Ihlenberg: Qualitätssicherung nach Neubau
Wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, beginnen am Montag, 10. August 2026, die Arbeiten an der Fahrbahndecke der B 104 im Bereich der neuen Zufahrt zur Deponie Ihlenberg (IAG). Die Maßnahme wurde notwendig, weil bei der Abnahme der vor einigen Monaten durch die IAG sanierten Strecke festgestellt wurde, dass die Messwerte der Ebenheitsprüfung teilweise außerhalb der zulässigen Toleranzen lagen. Eine solche Unregelmäßigkeit birgt das Risiko, dass Regenwasser nicht ordnungsgemäß abfließt und sich auf der Fahrbahn sammeln kann – ein klarer Mangel, der die Verkehrssicherheit und die Lebensdauer des Oberbaus beeinträchtigen würde. Die geplante Nachbesserung, bei der die Fahrbahndecke in diesem Abschnitt komplett erneuert wird, ist somit eine konsequente und notwendige Qualitätssicherungsmaßnahme. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich am Samstag, 15. August 2026, abgeschlossen sein. Der Verkehr wird für die Dauer der Vollsperrung über Dassow und Grevesmühlen umgeleitet. Betriebe, die die IAG anfahren müssen, haben während der Bauzeit ausschließlich über die Zufahrt aus Richtung Schönberg Zugang.
L 628 bei Wiesloch: Asphaltdeckschicht auf 5.000 m² erneuert
Parallel dazu läuft in Baden-Württemberg ein ähnliches Projekt auf der Landesstraße 628 bei Wiesloch. Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe wird hier ab dem 10. August 2026 die Asphaltdeckschicht auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern erneuert. Auch hier ist die Maßnahme dringend erforderlich: Der vorhandene Belag weist zahlreiche Risse auf, was die Tragfähigkeit und die Oberflächenentwässerung beeinträchtigt. Die Sanierungstiefe variiert dabei je nach Abschnitt – im Bereich der Zufahrt zu den Gewerbeflächen wird der Asphalt komplett in einer Stärke von rund 10 Zentimetern erneuert, auf dem übrigen Streckenabschnitt beträgt die Erneuerungstiefe 4 Zentimeter. Die Arbeiten sollen bis Mittwoch, 19. August 2026, dauern. Die Kosten von rund 250.000 Euro trägt das Land Baden-Württemberg. Auch hier gilt während der Vollsperrung eine Umleitung über die L 546 und die B 3. Die Anbindung der angrenzenden Gewerbeflächen, wie dem Logistikzentrum der Rewe Group, ist während der Bauzeit eingeschränkt, aber aus Richtung Wiesloch über die B 3 weiter möglich.
Für Verkehrsplaner und ausführende Firmen sind solche parallelen Baustellen in verschiedenen Regionen ein Hinweis auf den regulären Erhaltungsturnus. Die konsequente Nachbesserung, wie im Fall der B 104, zeigt, dass die Qualitätskontrolle beim Straßenbau greift – auch wenn sie kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen führt. Die Praxis lehrt: Eine sorgfältige Abnahme mit Ebenheits- und Schichtdickenprüfungen zahlt sich langfristig aus, denn eine frühzeitige Korrektur vermeidet größere Folgeschäden und kostspieligere Sanierungen in der Zukunft. Die aktuelle Lage unterstreicht die Notwendigkeit, bei Materialdispositionen und Routenplanungen solche verkehrlichen Einschränkungen zeitnah zu berücksichtigen.