Casa Milà - La Pedrera Tickets: Planung und Einlass erklärt
Wer an einem Samstag im Sommer ungeplant vor der Casa Milà steht, erlebt die erste Lektion dieses Bauwerks nicht auf der Dachterrasse, sondern am Ticketschalter an der Provença.

Gaudís zwischen 1906 und 1912 errichtetes Wohnhaus gehört seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist heute eine streng organisierte Besucherattraktion. Wer ohne vorab gebuchtes Zeitfenster kommt, zahlt an der Tageskasse häufig mehr und läuft zugleich Gefahr, dass der gewünschte Termin bereits ausgebucht ist.
Tickets und Preise
Casa Milà - La Pedrera
I
Sparen
Offizielle Kasse und Online-Kauf
- Erwachsene 120 €
120 €
Offizielle WebsiteII
ohne Anstehen
Ticket ohne Anstehen · Audioguide-Option
Dieses Ticket ohne Anstehen bietet Zugang zu den Apartments sowie zur Ausstellung über Leben und Architektur mit einer Audioguide-Option.
25 €
Verfügbarkeit prüfenIII
Sonstiges
Nacht-Erlebnis · 1,5 Stunden
Dieses 1,5-stündige Abenderlebnis beinhaltet Einlass ohne Anstehen und eine audiovisuelle Vorführung auf der Dachterrasse.
40 €
Verfügbarkeit prüfenBei wechselhaftem Wetter kommt eine weitere Variable hinzu. Die Dachterrasse ist der spektakulärste Teil des Rundgangs, kann bei Regen oder Unwetter aber aus Sicherheitsgründen eingeschränkt oder geschlossen werden. Wer dann ein unflexibles Ticket besitzt, kann seinen Besuch nicht ohne Weiteres verschieben.
Die Lösung liegt in einer strukturierten Online-Buchung. Was auf den ersten Blick wie ein unkomplizierter Museumsbesuch wirkt, ist tatsächlich ein kleines Logistikprojekt: mehrere Ticketformate, unterschiedliche Zeitfenster, Ermäßigungen für verschiedene Besuchergruppen, ein eigener Ablauf für Abendveranstaltungen und ein Einlass, der am Haupteingang beginnt. Wer diese Stellschrauben kennt, plant den Besuch deutlich entspannter – mit einem passenden Zeitfenster, ausreichend Zeit vor Ort und einem realistischen Plan für schlechtes Wetter.
Die Ticket-Vielfalt: Essential, Sunset und Night Experience im Vergleich
Die Casa Milà bietet mehrere Zugangsformate an, die sich vor allem durch Tageszeit, Begleitprogramm und Art der Führung unterscheiden. Die regulären Rundgänge führen durch die öffentlich zugänglichen Bereiche des Hauses: Dazu gehören die historische Wohnung, die Innenhöfe, die Ausstellung und die Dachterrasse mit ihren markanten Treppenaufgängen und Schornsteinen. Je nach Ticket kommen ein Audioguide, eine Führung, eine Projektion oder ein besonderes Zeitfenster hinzu.
Die Namen der Angebote sind dabei mehr als reine Produktbezeichnungen. Sie entscheiden darüber, ob der Besuch in einen freien Vormittag passt, ob die Dachterrasse im Abendlicht erlebt wird oder ob eine inszenierte Führung den Schwerpunkt bildet.
| Format | Typisches Zeitfenster | Art des Besuchs | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Essential | tagsüber | selbstständig | Audioguide und Videoguide |
| Sunset | später Nachmittag und Abend | selbstständig | späterer Lichteinfall und Besuch der Dachterrasse |
| Night Experience | Abendstunden | geführt | Projektionen auf der Dachterrasse und ein Glas Cava |
| Sunrise | früh am Morgen | geführt | Besuch vor dem regulären Einlass, auf Englisch oder Chinesisch |
Das Essential-Ticket ist die sachlichste und meist unkomplizierteste Wahl. Es bietet ein breites Tageszeitfenster und eignet sich für Besucher, die nicht gezielt den Sonnenuntergang oder eine Abendshow suchen. Wer die Architektur in eigenem Tempo betrachten, den Audioguide anhalten und einzelne Räume länger auf sich wirken lassen möchte, ist mit diesem Format gut bedient.
Das Sunset-Ticket richtet sich an Besucher, die den Rundgang in die späteren Stunden legen möchten. Die Atmosphäre auf dem Dach verändert sich dann deutlich: Das Licht wird weicher, die Passeig de Gràcia wirkt aus der Höhe anders als am Vormittag, und der Besuch lässt sich gut mit einem anschließenden Abendessen verbinden. Der eigentliche Rundgang bleibt selbstständig, das Ticket ist also nicht mit einer geführten Show gleichzusetzen.
Die Night Experience ist stärker als Veranstaltung angelegt. Die geführte Tour wird durch Projektionen auf der Dachterrasse ergänzt; auch ein Glas Cava gehört zum Erlebnis. Das Format passt deshalb weniger zu einem spontanen Zwischenstopp als zu einem Abend, für den man bewusst Zeit reserviert. Wer Architektur vor allem über Details, Proportionen und Bautechnik erschließen möchte, sollte prüfen, ob die Inszenierung den eigenen Erwartungen entspricht. Wer dagegen eine atmosphärische Abendveranstaltung sucht, findet hier den passenden Zugang.
Eine Sonderrolle spielt das Sunrise-Ticket. Der Besuch beginnt vor dem regulären Einlass und ist dadurch besonders ruhig. Gleichzeitig ist das Angebot weniger flexibel: Die frühe Uhrzeit muss fest in den Tagesplan passen, und die Führung wird nur in bestimmten Sprachen angeboten. Für Frühaufsteher kann dieser Termin dennoch interessant sein, weil die stark frequentierten Tageszeiten vermieden werden.
Wer das Gebäude in Ruhe aufnehmen will, fährt mit dem Essential-Ticket meist am geradlinigsten. Wer die Stimmung sucht, sollte zwischen Sunset und Night Experience unterscheiden: Das eine verschiebt den selbstständigen Rundgang in den Abend, das andere macht daraus eine geführte Veranstaltung.
Bei der Auswahl sollte nicht nur der Preis eine Rolle spielen. Entscheidend sind drei Fragen:
- Soll der Besuch frei und im eigenen Tempo ablaufen oder durch eine Führung strukturiert sein?
- Ist die Dachterrasse als architektonischer Höhepunkt wichtig oder steht eher das gesamte Gebäude im Mittelpunkt?
- Passt ein fester Abendtermin zuverlässig in die Tagesplanung?
Gerade bei einem Barcelona-Aufenthalt mit mehreren vorab gebuchten Sehenswürdigkeiten ist diese letzte Frage nicht nebensächlich. Ein Ticket mit engem Zeitfenster kann günstig wirken, wenn der Termin aber mit einer Führung, einem Restaurantbesuch oder der Anreise kollidiert, geht der Preisvorteil schnell verloren.
Preisstruktur und Ermäßigungen für Senioren, Studierende und Familien
Die Preisstruktur orientiert sich an den üblichen Besuchergruppen. Für Erwachsene gilt der reguläre Tarif; Senioren, Studierende, Jugendliche und Menschen mit entsprechendem Nachweis können bei den Tagesformaten ermäßigte Eintrittspreise erhalten. Kinder unter zwölf Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Die genauen Preise und Bedingungen hängen vom gewählten Format und vom Buchungszeitpunkt ab und sollten deshalb vor dem Bezahlen in der offiziellen Buchungsmaske kontrolliert werden.
Für ermäßigte Tickets ist ein gültiger Nachweis erforderlich. Das kann je nach Kategorie ein Personalausweis, Reisepass, Studierendenausweis oder ein anderer anerkannter Beleg sein. Bei Familien ist es sinnvoll, die Altersgrenzen bereits bei der Buchung sauber zuzuordnen, statt erst am Eingang festzustellen, dass ein Ticket falsch kategorisiert wurde.
| Besuchergruppe | Tagesformate | Night Experience |
|---|---|---|
| Erwachsene | regulärer Tarif | regulärer Tarif |
| Senioren und Studierende | in der Regel ermäßigt | abhängig von den Bedingungen des Angebots |
| Menschen mit anerkanntem Behinderungsgrad | je nach Nachweis ermäßigt | abhängig von den Bedingungen des Angebots |
| Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren | ermäßigt | abhängig vom verfügbaren Kontingent |
| Kinder unter 12 Jahren | in Begleitung eines Erwachsenen frei | Bedingungen vor der Buchung prüfen |
Die Formulierung in der Tabelle ist bewusst vorsichtig gewählt: Eine Ermäßigung, die bei einem Tagesbesuch gilt, muss nicht automatisch auf eine Abendveranstaltung übertragbar sein. Die Night Experience ist kein bloßes Zeitfenster für denselben Rundgang, sondern ein gesondertes Erlebnis mit Führung und Projektionen. Deshalb gelten dort teilweise eigene Kontingente oder Bedingungen.
Familien sollten außerdem beachten, dass ein kostenloser Eintritt für Kinder nicht bedeutet, dass keine Reservierung notwendig ist. Auch wenn für ein Kind kein regulärer Ticketpreis anfällt, kann ein eigener Platz im Einlasssystem erforderlich sein. Das ist besonders dann relevant, wenn die Veranstaltung an ein festes Zeitfenster gebunden ist.
Bei Gruppen gelten meist andere organisatorische Voraussetzungen als bei einer einzelnen Familie. Schulklassen, Reisegruppen und Vereine sollten die Buchung nicht erst am Besuchstag klären. Eine Anfrage bei der Fundació Catalunya La Pedrera kann helfen, ein gemeinsames Zeitfenster zu finden und die benötigten Nachweise abzustimmen. Je größer die Gruppe, desto wichtiger ist ein zusammenhängender Einlass: Einzelne Mitglieder nacheinander durch die Kontrolle zu bringen, kostet Zeit und erschwert die Orientierung vor Ort.
Auch bei Ermäßigungen bleibt die Online-Buchung der bessere Ausgangspunkt. Sie zeigt im Buchungsprozess, welche Kategorien für das jeweilige Datum und Format verfügbar sind. Am Ticketschalter muss dagegen nicht nur die Verfügbarkeit geklärt werden; zusätzlich kann es zu Wartezeiten und Missverständnissen bei der Zuordnung kommen.
Strategische Vorteile der Online-Buchung gegenüber der Tageskasse
Tickets an der Tageskasse zu kaufen, ist grundsätzlich möglich. Für eine verlässliche Planung ist die Vorabbuchung dennoch deutlich sinnvoller. Sie bietet vor allem drei Vorteile: das gewünschte Zeitfenster, eine bessere Übersicht über die verfügbaren Tarife und einen schnelleren Ablauf am Besuchstag.
In der Hauptsaison und an stark frequentierten Wochenenden kann ein bestimmtes Zeitfenster bereits ausgebucht sein. Das betrifft vor allem beliebte Tageszeiten und Abendangebote. Wer erst vor Ort entscheidet, kann deshalb zwar noch ein Ticket erhalten, muss sich aber möglicherweise mit einem späteren oder unpassenden Termin begnügen. Bei einem eng getakteten Barcelona-Aufenthalt ist das mehr als ein kleiner Komfortverlust.
Ein weiterer Unterschied betrifft den Preis. Der Erwerb an der Tageskasse ist regelmäßig nicht die günstigste Variante. Die Online-Buchung macht den Endpreis, die verschiedenen Kategorien und mögliche Zusatzoptionen sichtbar, bevor die Zahlung abgeschlossen wird. Gerade bei Familien oder Gruppen ist diese Transparenz hilfreich, weil mehrere Ticketarten in einem Vorgang kombiniert werden können.
Nach der Buchung wird die Bestätigung in der Regel digital bereitgestellt. Der QR-Code kann am Eingang vom Mobiltelefon gescannt werden. Wer mit mehreren Personen reist, sollte die Bestätigung nicht nur auf einem einzigen Gerät speichern. Ein leerer Akku oder eine instabile Internetverbindung kann den Einlass unnötig verlangsamen. Eine Offline-Kopie oder ein Ausdruck ist kein übertriebener Sicherheitsgriff, sondern eine einfache Vorbereitung.
Die Buchung lässt sich in wenigen Schritten ordnen:
1. Das gewünschte Datum und ein passendes Zeitfenster auswählen. Bei mehreren möglichen Terminen lohnt sich der Vergleich, bevor die übrigen Reisebausteine festgelegt werden.
2. Die Besucher nach Tarifkategorie erfassen. Erwachsene, Senioren, Studierende, Jugendliche und Kinder sollten korrekt getrennt angegeben werden.
3. Prüfen, ob das ausgewählte Format Änderungs- oder Flexibilitätsoptionen anbietet und ob diese zur eigenen Wetter- und Reiseplanung passen.
4. Die Zahlungsbestätigung speichern. Der QR-Code sollte am Besuchstag schnell abrufbar sein; bei ermäßigten Tickets gehören die erforderlichen Nachweise ins Handgepäck.
Die Online-Buchung ersetzt nicht die eigentliche Planung, sie macht sie sichtbar. Erst beim Vergleich von Zeitfenster, Ticketart und Wetterrisiko zeigt sich, welches Casa-Milà-Ticket wirklich zum Tag passt.
Der Begriff „ohne Wartezeit“ sollte dabei nicht missverstanden werden. Ein online gebuchtes Ticket erspart in erster Linie den Kauf am Schalter und sichert den Zugang innerhalb des reservierten Zeitfensters. Sicherheitskontrollen, das Scannen des QR-Codes oder eine kurze Einlassschlange lassen sich dadurch nicht vollständig ausschließen. Der entscheidende Vorteil ist die Verlässlichkeit: Man steht nicht vor dem Gebäude und wartet darauf, ob überhaupt noch ein geeigneter Termin frei ist.
Wetterabhängigkeit und Flexibilität: Was bei der Planung zu beachten ist
Die Dachterrasse ist der wetterempfindlichste Teil des Besuchs. Ihre Wege, Treppen und Oberflächen sind bei Regen rutschiger; bei Gewitter oder starkem Niederschlag kann der Zugang daher eingeschränkt werden. Wer vor allem wegen der Dachlandschaft und der Schornsteine kommt, sollte die Wetterlage nicht erst am Morgen des Besuchs berücksichtigen.
Eine Schließung der Dachterrasse beendet den Besuch allerdings nicht automatisch. Die Innenräume, die historischen Bereiche, die Innenhöfe und die Ausstellung können weiterhin zugänglich sein. Trotzdem verändert sich das Erlebnis deutlich. Die Dachterrasse ist nicht bloß ein zusätzlicher Aussichtspunkt, sondern ein zentraler Bestandteil der architektonischen Dramaturgie der Casa Milà. Wer sie nicht betreten kann, sieht das Gebäude also nicht in seinem vollständigen Rundgang.
Bei der Buchung kann – abhängig vom Angebot – eine Flexibilitätsoption verfügbar sein. Sie erlaubt unter bestimmten Bedingungen, Datum oder Zeitfenster zu ändern. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt vom Reiseplan ab. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt in Barcelona ist eine Verschiebung leichter aufzufangen als bei einem Tagesausflug mit fest gebuchten Zug- oder Flugverbindungen.
Die wichtigsten Fragen vor dem Kauf lauten:
- Ist der Termin so flexibel, dass ein anderer Besuchstag möglich wäre?
- Ist die Dachterrasse der Hauptgrund für den Besuch?
- Handelt es sich um ein frei planbares Tagesformat oder um eine Veranstaltung mit begrenzten Abendterminen?
- Können die übrigen Stationen des Tages bei einer Verschiebung ebenfalls angepasst werden?
Für wechselhaftes Wetter empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
- Die Vorhersage ein bis zwei Tage vor dem Besuch erneut prüfen, statt sich ausschließlich auf die Planung bei der Ticketbuchung zu verlassen.
- Bei einem besonderen Interesse an der Dachterrasse einen Ausweichtermin im Reiseplan freihalten.
- Bei Regenkleidung und rutschfestem Schuhwerk nicht nur an den Weg durch Barcelona, sondern auch an die Treppen und Außenbereiche denken.
- Bei Gewitter oder starkem Regen nicht davon ausgehen, dass die Dachterrasse nur kurzzeitig geschlossen bleibt.
- Vor einer Umbuchung die Bedingungen des konkreten Tickets kontrollieren; nicht jedes Format lässt sich gleich flexibel verändern.
Eine Wetteroption ist keine Garantie dafür, dass der Besuch unter allen Umständen verschoben oder erstattet werden kann. Sie ist ein Planungsspielraum, dessen Bedingungen vor dem Kauf gelesen werden sollten. Wer eine Night Experience bucht, sollte besonders genau hinsehen: Die Veranstaltung ist an einen festen Abendablauf gebunden und lässt sich nicht ohne Weiteres wie ein gewöhnliches Tagesticket behandeln.
Zeitmanagement vor Ort: Optimale Dauer und Einlass-Prozedere
Für einen regulären Rundgang sollte man ungefähr anderthalb bis zwei Stunden einplanen. Das ist kein starres Zeitlimit, sondern ein realistischer Rahmen für Besucher, die die wichtigsten Bereiche sehen und den Audioguide nutzen möchten. Wer fotografiert, Architekturdetails studiert oder die Ausstellung ausführlicher liest, bleibt eher länger.
Die Night Experience beansprucht durch Führung, Projektionen und den Abendablauf mehr Zeit. Dafür sind etwa zwei bis zweieinhalb Stunden als grobe Orientierung sinnvoll. Bei der Sunrise-Tour ist der Ablauf kompakter, weil sie vor dem regulären Tagesbetrieb stattfindet. Auch hier sollte man nicht unmittelbar danach einen Termin ansetzen: Der Weg aus dem Gebäude, die Orientierung an der Passeig de Gràcia und mögliche Verzögerungen gehören in die Planung.
| Ticketformat | Realistische Besuchsdauer | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Essential | etwa 1,5–2 Stunden | selbstständiger Rundgang mit Innenräumen, Innenhöfen, Ausstellung und Dachterrasse |
| Sunset | etwa 1,5–2 Stunden | selbstständiger Rundgang in den späteren Tagesstunden |
| Night Experience | etwa 2–2,5 Stunden | Führung, Projektionen und Abendprogramm |
| Sunrise | ungefähr 1 Stunde | geführter Besuch vor dem regulären Einlass |
Der Einlass beginnt am Haupteingang an der Provença. Dort wird der QR-Code kontrolliert und gescannt. Bei ermäßigten Tickets kann zusätzlich ein Nachweis verlangt werden. Wer eine Gruppe begleitet, sollte die Tickets nicht erst unmittelbar vor der Kontrolle aus verschiedenen Taschen und Mobiltelefonen zusammensuchen. Besser ist es, die Reihenfolge bereits vorher zu klären und alle Nachweise griffbereit zu halten.
Der Rundgang führt durch die verschiedenen öffentlich zugänglichen Bereiche des Hauses. Die historische Wohnung befindet sich in einem oberen Bereich des Gebäudes und ist nicht im Erdgeschoss gelegen. Die genaue Reihenfolge kann je nach Ticket, Besucherführung und betrieblicher Organisation variieren. Deshalb sollte man sich nicht auf einen selbst konstruierten Weg mit festen Etagenangaben verlassen, sondern den Hinweisen des Personals folgen.
Zu sehen sind unter anderem die historische Wohnung mit ihrer Einrichtung und Raumaufteilung, die Innenhöfe mit den für das Gebäude charakteristischen Formen, die Ausstellung zur Architektur und Geschichte der Casa Milà sowie die Dachterrasse mit den skulptural wirkenden Schornsteinen. Gerade auf dem Dach lohnt es sich, nicht nur den Blick über Barcelona mitzunehmen. Die Wege, Geländer, Treppen und organisch geformten Bauteile zeigen, wie eng bei Gaudí Funktion und plastische Gestaltung miteinander verbunden sind.
Wer den Besuch mit weiteren Häusern des Passeig de Gràcia verbinden möchte, sollte die Wege und Einlasszeiten nicht zu knapp kalkulieren. Die Casa Batlló liegt in der Nähe; auch die Casa Lleó Morera befindet sich nur wenige Häuser entfernt. Letztere wurde allerdings nicht von Antoni Gaudí entworfen, sondern von Lluís Domènech i Montaner. Sie gehört damit ebenfalls zum architektonisch bedeutenden Ensemble des katalanischen Modernisme, ist aber einem anderen Architekten zuzuschreiben.
Die räumliche Nähe bedeutet nicht automatisch, dass drei Innenbesichtigungen problemlos hintereinander passen. Jedes Gebäude arbeitet mit eigenen Einlasszeiten, Kontrollen und Rundgangsdauern. Wer mehrere Häuser besuchen möchte, plant am besten einen halben Tag ein und lässt zwischen den Terminen ausreichend Luft. Für die Night Experience der Casa Milà ist es meist sinnvoll, den Tag nicht mit zu vielen weiteren festen Programmpunkten zu überladen. Eine geführte Abendveranstaltung funktioniert besser, wenn man nicht bereits seit Stunden von einem Termin zum nächsten eilt.
Auch die Anreise gehört zum Zeitmanagement. Rund um den Passeig de Gràcia kann es zu Stoßzeiten voll werden; wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln ankommt, sollte den Weg vom Bahnhof oder der Haltestelle bis zum Eingang nicht mit der letzten Minute kalkulieren. Ein Zeitfenster ist kein Anlass, eine lange Warteschlange zu ignorieren, sondern eine Aufforderung, rechtzeitig am richtigen Zugang zu sein.
Casa Milà sinnvoll in den Barcelona-Tag einbauen
Die Casa Milà ist kein Gebäude, das sich vollständig im Vorbeigehen erschließt. Von außen ist die wellenförmige Fassade bereits ein starker Eindruck, doch ihre Besonderheiten liegen in der Verbindung aus Innenhöfen, Wohnräumen, Dachlandschaft und konstruktiven Details. Wer nur kurz eintritt, um möglichst schnell weiterzugehen, sieht zwar die wichtigsten Stationen, verpasst aber einen Teil der räumlichen Logik.
Für einen Vormittagsbesuch eignet sich das Essential-Ticket besonders gut. Danach bleibt Zeit für weitere Ziele im Zentrum, ohne dass der Tag von einem späten Abendtermin abhängt. Das Sunset-Ticket passt besser zu einer Planung, die tagsüber andere Viertel oder Museen vorsieht und den Passeig de Gràcia erst am späten Nachmittag erreicht. Die Night Experience sollte dagegen als eigener Programmpunkt behandelt werden.
Bei Familien kommt ein weiterer Faktor hinzu: Kinder reagieren nicht immer gleich auf die verschiedenen Formate. Eine selbstständige Tour erlaubt Pausen und ein eigenes Tempo, während eine geführte Abendveranstaltung stärker an den vorgesehenen Ablauf gebunden ist. Für Familien mit kleineren Kindern kann deshalb ein regulärer Tagesbesuch die entspanntere Wahl sein, auch wenn die Abendbeleuchtung auf Fotos besonders reizvoll wirkt.
Für Fotografie gilt ebenfalls: Das beste Format hängt nicht nur von der Helligkeit ab. Auf der Dachterrasse verändern sich Schatten, Kontraste und der Blick auf die Stadt im Laufe des Tages. Gleichzeitig sind spätere Zeitfenster häufig stärker nachgefragt. Wer fotografieren möchte, sollte daher nicht automatisch den Abend wählen, sondern überlegen, ob Ruhe, Licht oder die Veranstaltung selbst im Vordergrund steht.
Am Ende bleibt eine nüchterne Einschätzung: Die Casa Milà ist kein spontaner Pflichtstopp, den man zwischen zwei anderen Sehenswürdigkeiten beliebig einschiebt. Die Online-Buchung hilft, Wunschtermin, Ticketart und Tagesablauf zusammenzubringen. Noch wichtiger ist aber, die Bedingungen des gewählten Formats zu verstehen: Das Essential-Ticket steht für einen flexiblen Rundgang, Sunset für die spätere Tageszeit, Night Experience für ein inszeniertes Abendprogramm und Sunrise für einen frühen, geführten Besuch.
Wer den Wetterfaktor berücksichtigt, Nachweise für Ermäßigungen bereithält und beim Einlass nicht auf eine vermeintlich feste Etagenroute vertraut, hat die entscheidenden Stolperstellen bereits aus dem Weg geräumt. Dann bleibt Zeit für das, worum es bei Casa Milà - La Pedrera eigentlich geht: ein Gebäude, dessen außergewöhnliche Architektur nicht nur an der Fassade beginnt, sondern sich bis in Innenhöfe, Wohnräume und die skulpturale Dachlandschaft fortsetzt.
Praktische Hinweise
Währung: EUR
Verkehr: rechts
Notrufnummer: 112
Wichtige Fakten
Baujahr: 1906
Architekt: Antoni Gaudí
Denkmalstatus: bien de interés cultural
Offizielle Website: lapedrera.com
Häufige Fragen
Warum sollte ich mein Ticket für die Casa Milà online buchen?
Was passiert, wenn es am Tag meines Besuchs regnet?
Gibt es Ermäßigungen für Kinder, Senioren oder Studierende?
Wie lange dauert ein Besuch in der Casa Milà?
Muss ich mein Ticket ausdrucken?
Foto: Thomas Ledl / CC BY-SA 4.0 — Wikimedia Commons