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Effizienteres Bohrschlammrecycling: Max Wild präsentiert Mudcleaner-Update

Bohrschlämme sind im Tiefbau keine Nebensache.

Effizienteres Bohrschlammrecycling: Max Wild präsentiert Mudcleaner-Update

Ihre rheologischen Eigenschaften sichern die Stützwirkung im Bohrloch, und ihre sachgerechte Aufbereitung entscheidet darüber, ob Feststoffe kontrolliert aus dem Kreislauf geführt oder unkontrolliert in den Baugrund eingetragen werden. Wie die Fachmesse Nordbau 2026 vom 9. bis 13. September zeigt, treibt die Berkheimer Max Wild GmbH diese Schnittstelle zwischen Bohrprozess und Bodenmechanik mit einer überarbeiteten Version ihres Mudcleaner-Systems voran.

Zentrale Änderung: größere Zentrifuge, höhere Steuerungsintelligenz

Das Herzstück des Mudcleaner Truck bleibt ein Lkw vom Typ MAN TGS 18.460, ausgestattet mit zwei 3.000-Liter-Spülungstanks und einer Recyclinganlage. Die wesentliche Modifikation betrifft die Reinigungsanlage: Eine größere Zentrifuge soll den Durchsatz um bis zu 33 Prozent steigern – von bisher 300 auf bis zu 400 Liter pro Minute. Für die Baustellenlogistik bedeutet das eine messbare Entlastung, weil die Trägerflüssigkeit schneller vom Bohrklein getrennt und in den Bohrkreislauf zurückgeführt werden kann. Ergänzend überwacht eine neue Steuerung jede Einzelkomponente per Sensorik. Georg Botzenhardt, Abteilungsleiter Einkauf und Vertrieb bei Max Wild, sieht darin den entscheidenden Hebel zur Reduktion des Personalbedarfs auf der HDD-Baustelle auf zwei Personen – ein Argument, das angesichts der aktuellen Personalkostenentwicklung nicht zu unterschätzen ist.

Mehr Ausstattung, neue halbmobile Variante

Neben der Leistungssteigerung erweitert der Hersteller das Ausstattungsspektrum. Optional stehen nun eine Standheizung, eine faltbare Ladebordwand, ein fest verbauter Hochdruckreiniger sowie ein Heckauswurf anstelle des bisherigen Seitenauswurfs zur Verfügung. Rückfahrkamera, Abbiegeassistent und Grubenpumpen ergänzen das Sicherheitspaket. Ergänzend bringt Max Wild eine halbmobile Recycling-Einheit auf Abrollcontainer, die zwischen dem Mudcleaner Truck und der stationären Mudcleaner Station angesiedelt ist. Geschäftsführer Christian Wild beschreibt die neue Lösung als konsequente Schließung der Lücke zwischen mobiler und stationärer Aufbereitung – ein Aspekt, der bei wechselnden Einsatzorten oder beengten Bohrpunkten an Bedeutung gewinnt.

Worauf bei der Praxisbeurteilung zu achten ist

Aus geotechnischer Sicht zählt am Ende, wie die abgetrennten Feststoffe auf der Baustelle tatsächlich gehandhabt werden. Ein Heckauswurf kann das Handling vereinfachen, ersetzt aber nicht die Pflicht zur ordnungsgemäßen Sammlung und Dokumentation gemäß den einschlägigen abfallrechtlichen Vorgaben. Wer das System auf der Nordbau in Augenschein nimmt, sollte gezielt nach dem realen Durchsatz unter spezifischen Bohrklein-Belastungen, dem Energiebedarf der Zentrifuge sowie den Wartungsintervallen fragen – drei Punkte, die in der üblichen Herstellerdarstellung oft unterbelichtet bleiben.