Musée de Montmartre Eintritt: Typische Fehler bei der Buchung

Wer den Besuch im Musée de Montmartre plant, stößt bei der Vorbereitung auf eine Reihe von Detailregeln, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, den Ablauf vor Ort aber empfindlich bestimmen.

Musée de Montmartre Eintritt: Typische Fehler bei der Buchung

Die häufigsten Fehler entstehen nicht bei der Frage, ob sich das Haus lohnt – darüber besteht selten Dissens –, sondern an den Schnittstellen zwischen Online-Buchung, Gepäckhandling und Einlasslogik. Wer diese drei Punkte vorab klärt, erspart sich am Tag des Besuchs Wartezeit, Diskussionen am Eingang und am Ende eine Buchung, die sich nachträglich als nicht stornierbar herausstellt.

Tickets und Preise

Musée de Montmartre

4,6/5 · 480 BewertungenPreise geprüft am 27. August 2026Kurzfristig verfügbar

I

Sparen

Offizielle Kasse und Online-Kauf

  • Erwachsene 6 €
  • Kind frei
An der Kasse

6 €

Offizielle Website

II

Eintrittskarte

Eintrittskarte — Museum und Gärten

Dieses Ticket beinhaltet den Zugang zum Museum mit den Kunstwerken und zu den Gärten mit Aussicht.

4,6·480 Bewertungen

Preise sind Richtwerte: den endgültigen Tarif und freie Termine zeigt die Partnerseite.Buchung über unseren Partner GetYourGuide

Das Museum in der Rue Cortot 12 empfängt seine Gäste mit klaren Rahmenbedingungen. Sie ergeben sich einerseits aus den Sicherheitsvorgaben des französischen Vigipirate-Programms, andererseits aus den räumlichen Gegebenheiten eines historischen Anwesens aus dem 17. Jahrhundert. Hinzu kommen die Eigenheiten der offiziellen Ticketplattform, die Umtausch, Rückerstattung und Weiterverkauf grundsätzlich ausschließt. Wer diese Bedingungen versteht, kann den Besuch so strukturieren, dass weder die Sicherheitskontrolle noch die Zeitplanung zum Stolperstein werden.

Gerade beim Musée de Montmartre Eintritt ist deshalb nicht nur die Frage entscheidend, welches Ticket man auswählt. Ebenso wichtig sind der konkrete Besuchstag, die eigene Ankunftszeit, das mitgeführte Gepäck und die Frage, ob neben den Ausstellungsräumen auch die Renoir-Gärten oder der Clos Montmartre auf dem Plan stehen.

Warum Tickets über die offizielle Plattform wenig flexibel sind

Der erste Stolperstein liegt in der Natur der Tickets selbst. Wer Eintrittskarten über die offizielle Buchungsstrecke des Museums erwirbt, akzeptiert deren grundsätzliche Konditionen: Umtausch, Rückerstattung und Weiterverkauf sind ausgeschlossen. Das klingt nach einer Standardklausel, hat aber in der Praxis erhebliche Konsequenzen. Eine spontane Planänderung, ein verspäteter Zug oder eine Erkrankung am Besuchstag führen nicht zu einer Erstattung, sondern in der Regel zum Verlust des Tickets. Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet deshalb schon vor dem Klick auf das Datum und die Uhrzeit – nicht erst danach.

Bei der Buchung von musée de montmartre tickets online sollte man sich außerdem nicht allein auf den sichtbaren Gesamtpreis konzentrieren. Die Ticketplattform unterscheidet zwischen verschiedenen Zugangsvarianten, und nicht jede Option deckt denselben Bereich ab. Ein Gartenticket ist etwas anderes als ein Zugang zu den Sammlungen; eine Führung durch den Weinberg folgt wiederum einem eigenen Zeitplan. Die Auswahl muss daher zur geplanten Aufenthaltsdauer passen.

Die fehlende Flexibilität ist nicht zwingend Ausdruck einer besonders restriktiven Geschäftspolitik. Sie hängt vielmehr mit einem System zusammen, das mit festen Kontingenten, reservierten Zeitfenstern und Sicherheitsfreigaben arbeitet. Auch externe Plattformen, die Museumstickets bündeln, können diese Grundregel in der Regel nicht aushebeln. Wer den Termin verpasst, bleibt meist auf seinem Ticket sitzen. Die entscheidende Frage vor der Buchung lautet daher nicht nur, wie hoch der Preis ist, sondern welcher Termin mit Sicherheit eingehalten werden kann.

Da die Tarife im Artikeltext nicht feststehen, sondern von einem separaten Buchungsbereich angezeigt werden, lohnt es sich, vor dem Abschluss die aktuelle Anzeige zu prüfen. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Personen gemeinsam reisen oder der Besuch mit einer Führung verbunden werden soll. Die Verfügbarkeit einzelner Varianten kann sich von der allgemeinen Verfügbarkeit des Museums unterscheiden.

Stornierungen sind über die offizielle Buchungsstrecke grundsätzlich ausgeschlossen – der Termin sollte daher vor dem Klick feststehen, nicht erst danach.

Wer eine Familie oder eine Gruppe plant, sollte die Verfügbarkeit und die zeitlichen Möglichkeiten aller Mitglieder vor der Buchung abgleichen. Bei größeren Gruppen kann bereits eine einzelne Absage den gemeinsamen Termin unpraktisch machen, weil die Karten nicht ohne Weiteres umgebucht oder erstattet werden. In solchen Fällen ist es sinnvoller, zunächst die verbindliche Zusage aller Teilnehmenden einzuholen und erst danach die Buchung auszulösen.

Auch bei einem scheinbar großzügigen Tagesplan lohnt ein Blick auf die tatsächliche Ankunftszeit. Wer erst am späten Nachmittag in Montmartre eintrifft, kann das Museum zwar noch besuchen, verliert aber durch Anreise, Sicherheitskontrolle und Orientierung vor Ort einen Teil der verfügbaren Zeit. Ein vermeintlich günstiges Zeitfenster ist dann nicht automatisch die bessere Wahl.

Logistische Hürden: Gepäck, Kinderwagen und das enge Haus

Der zweite große Fehlerkreis betrifft die Frage, was Besucher überhaupt mitbringen dürfen. Das Musée de Montmartre verfügt über keine Gepäckaufbewahrung und keine Schließfächer. Wer mit großem Rucksack, Trolley oder einer Reisetasche anreist, steht am Eingang vor einem echten Problem: Zurücklassen kann man die Sachen nicht, die Mitnahme in die Ausstellungsräume ist nicht vorgesehen, und eine nahegelegene öffentliche Gepäckaufbewahrung lässt sich nicht immer spontan und ohne Umweg nutzen.

Das Haus empfiehlt deshalb, leichtes Gepäck mitzuführen und Taschen möglichst bereits am Hotel oder am Bahnhof zu deponieren. Für eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist dieser Schritt oft leichter zu organisieren, als es zunächst scheint. Die Metrostation Lamarck–Caulaincourt liegt nur wenige Gehminuten entfernt; zugleich wird ein Teil des Weges durch die Straßen von Montmartre ohnehin zu Fuß zurückgelegt. Wer mit einem Koffer unterwegs ist, sollte diesen Weg trotzdem nicht unterschätzen: Kopfsteinpflaster, Steigungen und die engen Zugänge rund um das historische Anwesen machen sperriges Gepäck schnell zur Belastung.

Ähnlich verhält es sich mit Kinderwagen. In den Ausstellungsbereichen sind Kinderwagen nicht zugelassen. Die Regel hängt mit den denkmalgeschützten Räumen, den teilweise engen historischen Treppen und der begrenzten Bewegungsfläche zusammen. Familien mit kleinen Kindern sollten daher vorab klären, ob eine Tragehilfe sinnvoller ist und wo der Wagen während des Besuchs abgestellt werden kann. Am Eingang lässt sich diese Frage nicht zuverlässig improvisieren.

Kinder unter zehn Jahren haben zwar freien Eintritt, müssen aber einen Altersnachweis vorlegen können. Das ist kein Detail, das nur den Eintrittspreis betrifft. Auch Kleinkinder zählen in der praktischen Zeitplanung mit: Sie benötigen möglicherweise eine Pause, können nicht jede Treppe problemlos bewältigen und machen eine längere Sicherheitskontrolle anstrengender. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte den Museumsbesuch daher nicht auf die knappste mögliche Zeitspanne legen.

Was viele übersehen: Auch größere Handtaschen und Rucksäcke können im Einzelfall zum Problem werden, wenn die Sicherheitskontrolle greift. Eine Tasche, die im Hotelzimmer unproblematisch wirkt, kann am Eingang des Museums bereits als sperrig erscheinen. Die vernünftigste Vorbereitung besteht nicht darin, möglichst viele Dinge mitzunehmen, sondern das Gepäck auf das wirklich Notwendige zu reduzieren:

  • kleine Tasche statt Trolley oder großer Rucksack;
  • nur die Dinge, die während des Museumsbesuchs tatsächlich gebraucht werden;
  • keine zusätzlichen Einkäufe oder Reisegepäckstücke für den späteren Tagesverlauf;
  • bei kleinen Kindern eine Lösung, die ohne Kinderwagen in den Ausstellungsräumen auskommt;
  • ausreichend Zeit für den Weg vom Abstellort bis zum Museum.
Keine Gepäckaufbewahrung, keine Schließfächer, kein Kinderwagen in den Räumen – das Haus zwingt zu minimalistischer Ausstattung.

Diese Einschränkung ist besonders relevant, wenn das Musée de Montmartre nur als Zwischenstopp zwischen Bahnhof, Hotel und einem weiteren Termin eingeplant wird. Der Besuch lässt sich dann nicht wie ein kurzer Aufenthalt an einem modernen Ausstellungsort behandeln, an dem man einen Koffer unkompliziert am Eingang abgibt. Wer die Logistik ignoriert, riskiert, trotz gültigem Ticket zunächst eine andere Lösung für das Gepäck finden zu müssen.

Sicherheitskontrollen und der Irrtum vom bevorzugten Einlass

Der dritte Bereich, in dem Besucher regelmäßig falsche Erwartungen mitbringen, ist die Sicherheitskontrolle am Eingang. Das Museum unterliegt dem französischen Vigipirate-Programm, das Kontrollen am Eingang vorsieht. Auch wer ein Online-Ticket besitzt, durchläuft diese Kontrolle und kann nicht ohne Weiteres direkt in die Ausstellung gehen. Bei Andrang kann es zu Wartezeiten kommen, die mit dem eigentlichen Kauf des Tickets nichts zu tun haben.

Ein Online-Ticket bestätigt den gebuchten Zugang, ersetzt aber nicht die Sicherheitsprüfung. Aus Sicherheitsgründen kann auch bei einer gültigen Eintrittskarte kein bevorzugter Einlass garantiert werden. Das gilt unabhängig davon, ob die Karte direkt über die offizielle Plattform oder über einen externen Anbieter gekauft wurde. Wer auf ein völlig warteschlangenfreies Erlebnis setzt, interpretiert die Funktion der Online-Buchung zu großzügig.

Die Erwartung, mit einem vorab gebuchten Eintrittsticket automatisch an allen anderen Besuchern vorbeizukommen, ist weit verbreitet, aber nur bedingt berechtigt. Das Ticket sichert den Zugang zum vorgesehenen Kontingent, nicht zwingend den Vorrang an der Sicherheitskontrolle. Besonders kritisch ist das am späten Nachmittag. Wer kurz vor dem letzten Einlass erscheint, kann durch eine längere Kontrolle so viel Zeit verlieren, dass der eigentliche Museumsbesuch deutlich kürzer ausfällt als geplant.

SituationWas am Eingang passiertWorauf Sie sich einstellen sollten
Online-Ticket, ruhiger VormittagSicherheitskontrolle und anschließender EinlassNormaler Ablauf, meist wenig zusätzlicher Zeitbedarf
Online-Ticket, belebter NachmittagKontrolle und möglicher Andrang vor dem EingangZusätzliche Wartezeit vor der Sicherheitskontrolle
Spontanbesuch ohne TicketKontrolle und gegebenenfalls zusätzlicher KartenkaufMehr Zeitbedarf durch den Erwerb der Eintrittskarte
Besuch mit Kindern oder größerem GepäckKontrolle kann durch die Gruppe und die mitgeführten Gegenstände aufwendiger werdenNicht zu knapp vor dem geplanten Rundgang eintreffen

Die wichtigste Konsequenz daraus: Wer Wartezeiten möglichst vermeiden möchte, sollte nicht erst kurz vor dem gewünschten Rundgang eintreffen. Ein kleiner Zeitpuffer ist sinnvoller als eine Buchung, die auf dem Papier bis zur letzten Minute funktioniert. Das gilt auch dann, wenn die Eintrittskarte bereits auf dem Smartphone vorliegt.

Für die Anreise sollte man außerdem den Weg vom öffentlichen Verkehrsmittel bis zum Eingang einrechnen. Montmartre ist kein vollkommen ebenes Viertel, und die letzten Minuten vor dem Museum können mit Gepäck oder kleinen Kindern länger dauern als erwartet. Die Frage, wie sich wartezeiten im Musée de Montmartre vermeiden lassen, entscheidet sich daher nicht allein am Eingang, sondern bereits bei der Tagesplanung.

Zeitfenster, letzter Einlass und das Ende der Ausstellungszeit

Das Musée de Montmartre ist täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Diese Zeiten klingen auf den ersten Blick großzügig, werden aber durch zwei harte Grenzen ergänzt, die viele Besucher unterschätzen. Der letzte Einlass erfolgt 45 Minuten vor Schließung, also um 18:15 Uhr. Wer erst kurz vor 19:00 Uhr anreist, hat deshalb faktisch keine Möglichkeit mehr, das Museum an diesem Tag zu betreten.

Zusätzlich schließen die Ausstellungsräume bereits 15 Minuten vor der eigentlichen Schließzeit. Die Säle sind somit nur bis 18:45 Uhr zugänglich. Diese Viertelstunde ist keine zusätzliche Rundgangszeit, sondern der Übergang zum Verlassen der Räume. Wer die Regel erst vor Ort bemerkt, hat unter Umständen bereits zu viel Zeit für Garten, Anreise oder Sicherheitskontrolle verwendet.

In der Praxis heißt das: Ein realistischer Besuch sollte mindestens 90 Minuten vor Schließung beginnen, besser zwei Stunden vorher. Wer die Renoir-Gärten in Ruhe besichtigen möchte, sollte noch großzügiger planen. Der Gartenbereich wirkt zwar wie ein Ort, an dem man den Museumsbesuch flexibel ausdehnen kann, doch auch der Zugang dorthin ist in den gesamten Ablauf eingebunden. Wer zunächst die Außenbereiche besucht und die Ausstellung auf später verschiebt, darf die Schließzeit der Säle nicht aus dem Blick verlieren.

Eine häufige Fehlplanung sieht so aus: Besucher kommen um 17:30 Uhr an, gehen zuerst in den Garten und stellen um 18:45 Uhr fest, dass die Ausstellungsräume nun schließen. Der Besuch war dann nicht grundsätzlich zu spät begonnen, aber die Reihenfolge war ungeschickt gewählt. Wer sowohl Garten als auch Sammlung sehen möchte, sollte die Ausstellungsräume zuerst einplanen und die Außenbereiche anschließend als Abschluss nutzen – oder von Anfang an genügend Zeit für beide Bereiche reservieren.

Mit Kindern, älteren Besuchern oder einer Gruppe dauert der Ablauf häufig länger. Das beginnt bei der Sicherheitskontrolle und setzt sich bei Treppen, Orientierung und Pausen fort. Ein enger Zeitplan, der für eine allein reisende Person noch funktionieren könnte, ist für eine Familie schnell zu knapp. Eine gute Buchung berücksichtigt daher nicht nur die nominelle Öffnungszeit, sondern auch das Tempo der eigenen Gruppe.

Wer das Musée de Montmartre morgens besucht, kann den weiteren Tag in der Umgebung flexibler gestalten. Ein Besuch auf der Place du Tertre, ein Spaziergang durch die Gassen rund um Sacré-Cœur oder ein längerer Aufenthalt im Viertel lassen sich anschließend ohne den Druck einer nahenden Schließzeit planen. Der späte Nachmittag kann ebenfalls reizvoll sein, eignet sich aber weniger für eine Kombination aus Sicherheitskontrolle, Garten, Sammlung und zusätzlicher Führung.

Welche Besuchsvariante zu Ihrem Tag passt

Die fünfte typische Fehlerquelle liegt in der Wahl der falschen Ticketvariante. Das Museum bietet mehrere Zugangsoptionen, die sich nach Besuchsdauer, Interesse und Beweglichkeit der Besucher unterscheiden. Ein reines Gartenticket richtet sich an alle, die ausschließlich die Renoir-Gärten besichtigen möchten. Bei gutem Wetter kann diese Variante für einen kurzen Aufenthalt sinnvoll sein. Wer die Sammlungen des Hauses sehen möchte, braucht dagegen ein Ticket, das den Museumszugang einschließt.

Familien mit älteren Kindern kombinieren oft mehrere Bereiche, sollten den zusätzlichen Zeitaufwand aber realistisch einkalkulieren. Ein Gartenbesuch ersetzt keinen Rundgang durch die Ausstellungsräume, und eine Führung durch den Weinberg lässt sich nicht beliebig zwischen zwei Programmpunkte schieben. Die Entscheidung für ein Ticket sollte daher nicht nur vom Preis abhängen, sondern vom Rhythmus des gesamten Tages.

Wer den Besuch vertiefen möchte, kann auf eine Variante mit Weinbergsführung und Verkostung zurückgreifen. Sie schließt einen Spaziergang durch den Clos Montmartre, den historischen Weinberg des Viertels, ein. Diese Option hat einen anderen zeitlichen Ablauf als der reine Museumsbesuch und eignet sich nicht als spontane Entscheidung am Eingang. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, und der Termin sollte im Voraus feststehen.

VarianteInhaltSinnvoll fürZeitaufwand
GartenticketZugang zu den Renoir-GärtenKurzer Aufenthalt und Besuch bei gutem Wetteretwa 30 bis 45 Minuten
MuseumsticketSammlungen und GärtenStandardbesuch mit Interesse an Renoir, Valadon und Utrilloetwa 1,5 bis 2 Stunden
Kombiticket mit WeinbergFührung durch den Clos Montmartre, Verkostung und MuseumVertiefter Kultur- und Geschichtsbesuchetwa 2,5 bis 3 Stunden

Bei der Auswahl sollte man zwei Punkte gegeneinander abwägen: das Interesse an den Sammlungen und die tatsächlich verfügbare Zeit. Wer nur knapp eine Stunde zur Verfügung hat, sollte sich entweder für den Garten oder für eine kompakte Museumstour entscheiden, statt beides unter Zeitdruck unterzubringen. Wer den ganzen Vormittag oder Nachmittag einplanen kann, hat dagegen genügend Spielraum für Museum, Garten und – je nach Ticket – den Weinberg.

Auch die Tagesform spielt eine Rolle. Ein Gartenbesuch ist stärker vom Wetter abhängig, während die Ausstellungsräume unabhängig von den äußeren Bedingungen den Kern des Museumsbesuchs bilden. Wer nur einen kurzen Aufenthalt in Montmartre einplant, sollte sich deshalb vorher entscheiden, ob der Schwerpunkt auf dem historischen Ambiente der Gärten oder auf der Kunst- und Viertelgeschichte liegen soll.

Das richtige Ticket ist das, das zur verfügbaren Zeit passt – nicht das, das im Kalender am günstigsten wirkt.

Das Museum wurde in den 1960er-Jahren im Maison du Bel Air begründet und ist heute eine der wenigen Adressen, an denen die Geschichte des Viertels zwischen Künstlern, Weinanbau und Pariser Bohème so kompakt erlebbar wird. Gerade diese Verbindung macht den Besuch interessant, führt aber auch dazu, dass die einzelnen Bestandteile nicht einfach austauschbar sind. Wer nur die Gärten sieht, erlebt einen anderen Ausschnitt als jemand, der die Sammlungen und den Clos Montmartre miteinander verbindet.

Was bei der Tagesplanung oft untergeht

Neben den großen Buchungsfehlern gibt es einige kleinere Entscheidungen, die über einen entspannten oder hektischen Besuch mitbestimmen. Dazu gehört zunächst die Frage, ob das Museum als einzelner Programmpunkt oder als Teil einer längeren Route durch Montmartre geplant wird. Wer bereits mehrere Stationen im Viertel besucht hat, sollte die Steigungen und Wege nicht zu knapp kalkulieren. Das gilt besonders bei warmem Wetter oder wenn Gepäck mitgeführt wird.

Auch die Reihenfolge der Programmpunkte ist nicht nebensächlich. Ein Besuch im Museum vor einem Restauranttermin lässt sich besser einschätzen, wenn die Sicherheitskontrolle und der Weg durch die Räume mit einem Puffer berücksichtigt werden. Wer dagegen eine Führung mit festem Beginn gebucht hat, sollte nicht darauf setzen, erst wenige Minuten vorher am Eingang einzutreffen. Bei einem historischen Gebäude mit Sicherheitskontrolle ist eine knappe Taktung unnötig riskant.

Für die Buchungspraxis haben sich deshalb einige einfache Entscheidungen bewährt:

1. Den Termin erst festlegen, wenn die Anreise realistisch geprüft ist.

2. Die Ticketvariante nach dem verfügbaren Zeitfenster auswählen, nicht nach dem vermeintlich umfangreichsten Angebot.

3. Gepäck vor dem Besuch abgeben und nicht darauf hoffen, dass sich vor Ort noch eine Aufbewahrungslösung findet.

4. Den letzten Einlass um 18:15 Uhr nicht mit dem Ende der Öffnungszeit verwechseln.

5. Die Ausstellungsräume spätestens um 18:45 Uhr verlassen und den Rundgang nicht erst kurz davor beginnen.

6. Bei Gruppen und Familien zusätzliche Zeit für Kontrolle, Orientierung und Pausen einplanen.

Der entscheidende Punkt ist dabei nicht, jede Minute des Tages zu verplanen. Es geht vielmehr darum, die wenigen harten Grenzen zu kennen. Wer weiß, dass Online-Tickets nicht ohne Weiteres umgetauscht werden können, dass Gepäck nicht am Eingang bleibt und dass die Sicherheitskontrolle auch mit Reservierung gilt, kann den Besuch flexibel genug gestalten, ohne sich auf Glück verlassen zu müssen.

Der Besuch ohne unnötige Reibung

Wer den Musée de Montmartre Eintritt ohne Reibung plant, kommt mit drei Grundsätzen aus: Wählen Sie den Termin vor der Buchung sorgfältig, weil Umtausch und Erstattung über die offizielle Plattform grundsätzlich ausgeschlossen sind. Reduzieren Sie Ihr Gepäck auf das Nötigste, weil es weder Schließfächer noch eine Gepäckaufbewahrung gibt und Kinderwagen in den Ausstellungsräumen nicht gestattet sind. Und kalkulieren Sie die Zeitfenster realistisch, weil der Einlass 45 Minuten vor Schließung endet und die Säle bereits 15 Minuten früher geschlossen werden.

Die häufigsten Missverständnisse entstehen nicht durch komplizierte Regeln, sondern durch falsche Annahmen: Ein Online-Ticket bedeutet nicht automatisch bevorzugten Zugang, ein langer Öffnungstag nicht automatisch viel verfügbare Ausstellungszeit und ein Gartenticket nicht automatisch Zugang zu allen Bereichen. Wer diese Unterschiede vorab einordnet, muss am Eingang weder über das Gepäck noch über die gewählte Besuchsvariante diskutieren.

Das Haus belohnt diese Vorbereitung mit einem Besuch, der zwischen Sammlungen, Renoir-Gärten und – je nach Variante – dem Clos Montmartre eine der eigenständigsten Kulturadressen des Pariser Nordens erschließt. Wer sich an die praktischen Grenzen hält, geht nicht nur mit einem gültigen Ticket, sondern mit einer klaren Vorstellung nach Hause, was gesehen wurde, was aus Zeitgründen ausgelassen werden musste und welcher Teil des Viertels bei einem nächsten Besuch noch auf dem Programm stehen kann.

Wichtige Fakten

Baujahr: 1960

Offizielle Website: museedemontmartre.fr

Häufige Fragen

Kann ich mein Ticket für das Musée de Montmartre stornieren?
Nein, über die offizielle Buchungsstrecke sind Umtausch, Rückerstattung und Weiterverkauf grundsätzlich ausgeschlossen.
Gibt es im Museum eine Möglichkeit, Koffer oder Taschen abzugeben?
Nein, das Museum verfügt über keine Gepäckaufbewahrung und keine Schließfächer. Besucher sollten ihr Gepäck daher bereits am Hotel oder Bahnhof deponieren.
Darf ich mit einem Kinderwagen in die Ausstellung?
Nein, Kinderwagen sind in den Ausstellungsbereichen aufgrund der historischen Räumlichkeiten und begrenzten Bewegungsflächen nicht zugelassen.
Muss ich mit einem Online-Ticket an der Sicherheitskontrolle warten?
Ja, auch mit einem vorab gebuchten Ticket müssen Besucher die Sicherheitskontrolle durchlaufen, was bei Andrang zu Wartezeiten führen kann.
Wie lange vor Schließung muss ich spätestens im Museum sein?
Der letzte Einlass erfolgt 45 Minuten vor Schließung, also um 18:15 Uhr. Die Ausstellungsräume selbst schließen bereits 15 Minuten vor dem offiziellen Ende um 19:00 Uhr.

Foto: Musée de Montmartre / CC BY-SA 3.0 — Wikimedia Commons