Tickets kaufen Rotlichtviertel: Worauf Sie bei Touren achten

Vier Teilnehmer plus Guide. Mehr ist bei einer geführten Strecke direkt an den Schaufenstern im Amsterdamer Rotlichtviertel nicht zulässig. Diese Regel gilt seit dem 1. April 2020.

Tickets kaufen Rotlichtviertel: Worauf Sie bei Touren achten

Wer eine größere Gruppe mit einem einzigen Rundgang durch De Wallen führen will, plant am Stadtrecht vorbei.

Tickets und Preise

Rotlichtviertel

4,9/5 · 8.985 BewertungenPreise geprüft am 27. August 2026Kurzfristig verfügbar

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Geführte Tour · Kleingruppe

Diese 1,5-stündige geführte Tour in einer Kleingruppe bietet in mehreren Sprachen Einblicke in die Geschichte des Viertels und die dortige Sexarbeit.

1,5 Std.·4,9·8.985 Bewertungen

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Beim Kauf von Tickets für das Rotlichtviertel geht es deshalb nicht nur um Datum, Uhrzeit und Treffpunkt. Entscheidend sind Gruppengröße, Streckenführung, Leistungsumfang und die Regeln vor Ort. Eine Führung durch De Wallen ist kein beliebiger Stadtrundgang. Die Route führt durch ein dicht bebautes Viertel mit engen Gassen, laufendem Publikumsverkehr und klaren Vorgaben der Stadt Amsterdam.

Welche Ticketarten es im Rotlichtviertel gibt

Das Angebot lässt sich praktisch in vier Gruppen einteilen:

1. Öffentliche Stadtführung: Sie schließen sich einer bestehenden Gruppe an. Das ist meist die einfachste Variante für Einzelreisende oder Paare.

2. Kleingruppentour: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Führung kann dadurch näher an den Regeln und mit weniger Wartezeiten organisiert werden.

3. Private Führung: Der Guide arbeitet nur für Ihre eigene Gruppe. Das kostet in der Regel mehr, ist aber bei fester Tagesplanung und individuellen Fragen sinnvoll.

4. Individuelle Besuche ohne Rundgang: Dazu gehören Museen wie das Red Light Secrets oder der Besuch einer Show im Casa Rosso.

Die Bezeichnungen der Anbieter sind nicht immer einheitlich. Ein Angebot mit dem Titel „Small Group“ sagt zunächst nur etwas über die Vermarktung aus. Prüfen Sie die tatsächliche maximale Teilnehmerzahl. Für den Abschnitt direkt an den Schaufenstern gilt die städtische Begrenzung von maximal vier Teilnehmern plus Guide.

Das ist der erste Punkt, an dem viele Buchungen falsch eingeordnet werden. Eine Führung kann insgesamt größer organisiert sein, darf aber an den Fenstern nicht mit einer beliebig großen Gruppe vorbeiziehen. Der Guide muss die Route und die Gruppengröße entsprechend steuern.

Nicht der Titel des Tickets entscheidet. Entscheidend sind Teilnehmerzahl, Route und der Abschnitt an den Schaufenstern.

Öffentliche Führung oder private Kleingruppe?

Die Standardtour ist für die meisten Besucher ausreichend, wenn es um Orientierung, Stadtgeschichte und die wichtigsten Straßen geht. Typische Routen verlaufen durch De Wallen und entlang der Oudezijds Achterburgwal. Je nach Anbieter liegen Treffpunkte in der Nähe des Amsterdam Centraal Station oder am Rand des Viertels, etwa in Richtung Nieuwmarkt.

Eine öffentliche Führung hat drei klare Vorteile:

  • Sie ist einfacher verfügbar, weil einzelne Plätze laufend in bestehende Termine integriert werden.
  • Der organisatorische Aufwand bleibt gering.
  • Der Guide kann die Route an die geltenden Vorgaben anpassen, ohne dass Sie selbst jede Einzelheit planen müssen.

Nachteile gibt es ebenfalls. Die Gruppe kann größer wirken, als es die Produktbeschreibung vermuten lässt. Außerdem richtet sich das Tempo nach allen Teilnehmern. Wer mit Rollstuhl, Kinderwagen oder eingeschränkter Beweglichkeit unterwegs ist, sollte die konkrete Route vorher klären. Die Gassen rund um die Oude Kerk und die Oudezijds Achterburgwal sind nicht überall gleich breit. Abendlicher Publikumsverkehr verschärft das Problem.

Eine private Kleingruppentour ist sinnvoll, wenn die Teilnehmerzahl ohnehin klein bleibt oder wenn der Termin eng mit Bahn, Restaurant und weiteren Programmpunkten abgestimmt werden muss. Der Vorteil liegt nicht nur in der persönlichen Ansprache. Die Planung wird belastbarer. Weniger Teilnehmer bedeuten weniger Verzögerungen beim Treffpunkt, beim Einordnen der Gruppe und beim Wechsel zwischen den einzelnen Straßen.

Der höhere Ticketpreis einer exklusiven Tour ist daher nicht automatisch ein Qualitätsbeweis. Er bezahlt vor allem Exklusivität, feste Betreuung und eine kleinere Gruppe. Ob die Führung fachlich besser ist, hängt vom Guide und vom tatsächlichen Inhalt ab. Hersteller-Sprech gibt es bei Maschinen. Im Tourismus heißt es dann „exklusiv“ oder „authentisch“. Beides ersetzt keine klare Leistungsbeschreibung.

Was in der Tourbeschreibung stehen sollte

Vor dem Kauf müssen mindestens diese Angaben erkennbar sein:

  • Treffpunkt mit genauer Bezeichnung, nicht nur „im Zentrum“;
  • geplante Dauer der Führung;
  • maximale Teilnehmerzahl;
  • Sprache der Führung;
  • Hinweis, ob der Eintritt in ein Museum oder eine Show enthalten ist;
  • Beschreibung der Route durch De Wallen;
  • Regelung für Verspätungen und Nichterscheinen;
  • Hinweis auf das Fotografierverbot an den Schaufenstern;
  • Angaben zur Zugänglichkeit der Strecke.

Fehlt die Teilnehmerzahl, ist das kein kleines Detail. Dann kaufen Sie ein Ticket für einen Termin, aber nicht zwingend für eine kalkulierbare Gruppengröße. Für Besucher mit engem Zeitplan ist das eine unnötige Störstelle.

Tickets für das Rotlichtviertel Amsterdam richtig vergleichen

Beim Vergleich von Amsterdam-Rotlichtviertel-Tickets reicht der Endpreis nicht aus. Ein günstiger Rundgang kann eine reine Außenbesichtigung sein. Ein teureres Ticket kann zusätzlich ein Museum oder eine Show enthalten. Die Leistungen sind dann nicht direkt vergleichbar.

TicketartTypischer LeistungsumfangGeeignet fürDarauf achten
Öffentliche FührungRundgang mit Guide durch De WallenEinzelreisende, Paare, ErstbesucherGruppengröße, Sprache und Treffpunkt
KleingruppentourGeführte Route mit begrenzter TeilnehmerzahlBesucher mit höherem PlanungsbedarfTatsächliche Maximalgröße, nicht nur Werbebegriff
Private TourEigener Guide und abgestimmter AblaufFamilien, kleine Freundesgruppen, feste ZeitfensterDauer, individuelle Route und Stornobedingungen
Red Light SecretsMuseumseintritt ohne klassischen StadtrundgangBesucher, die Hintergründe und Innenräume suchenOnline- und Vor-Ort-Ticket unterscheiden
Casa RossoEintritt zu einer Live-Show, üblicherweise mit GetränkErwachsene Besucher mit Interesse an AbendunterhaltungBeginn, Einlassbedingungen und Leistungsumfang

Die Tabelle zeigt den zentralen Unterschied: Ein Museumsticket ist kein Ersatz für eine Stadtführung. Wer die Architektur, die Geschichte des Viertels und die städtische Regulierung verstehen will, bekommt im Museum einen anderen Zugang als beim Rundgang auf der Straße.

Das Red Light Secrets Museum of Prostitution liegt im Viertel und behandelt die Arbeitswelt der Prostitution aus der Perspektive der dort Beschäftigten. Der Besuch ist planbarer als eine Führung im Straßenraum. Wetter, Dichte und laufender Publikumsverkehr spielen keine Rolle. Dafür fehlt die Bewegung durch die Gassen von De Wallen.

Ein Ticket für das Casa Rosso wiederum gehört in eine andere Kategorie. Es handelt sich um Live-Unterhaltung, nicht um einen historischen oder stadtplanerischen Rundgang. Der Eintritt wird üblicherweise inklusive Getränk angeboten. Prüfen Sie trotzdem, welche Leistungen der konkrete Termin umfasst. Ein Museum, eine Führung und eine Show sind drei verschiedene Produkte. Wer sie unter „Eintritt Rotlichtviertel Amsterdam“ zusammenfasst, vergleicht Äpfel mit Anbaugeräten.

Führung durch De Wallen: Route und Treffpunkt prüfen

De Wallen ist kein geschlossenes Gelände mit einem Haupteingang. Es gibt keine zentrale Kasse, an der Sie ein allgemeines Ticket für das gesamte Viertel kaufen. Führungen starten an einem vereinbarten Treffpunkt und bewegen sich anschließend durch öffentliche Straßen.

Das verändert die Planung. Ein Ticket mit „Rotlichtviertel Amsterdam Tour“ bezeichnet normalerweise eine organisierte Führung, nicht den Eintritt in ein abgesperrtes Areal. Der Treffpunkt kann außerhalb der eigentlichen Fensterzone liegen. Das ist nicht zwangsläufig ein Mangel. Häufig beginnt die Führung am Rand, damit die Gruppe geordnet in das Viertel geführt werden kann.

Für die Anreise sind Amsterdam Centraal Station und die Metrostation Nieuwmarkt wichtige Orientierungspunkte. Der Bahnhof liegt nördlich des Viertels. Nieuwmarkt grenzt östlich an De Wallen und kann je nach Route der praktischere Ausgangspunkt sein. Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Kartenansicht des Buchungsportals. Prüfen Sie die Gehstrecke, den Ausgang der Metrostation und den tatsächlichen Namen des Treffpunkts.

Der Treffpunkt ist ein eigener Kalkulationspunkt

Ein verspäteter Start wirkt sich auf die gesamte Gruppe aus. Das gilt besonders bei kleinen Führungen. Die Guides warten nicht unbegrenzt, wenn ein Anbieter feste Zeitfenster und mehrere Termine pro Abend organisiert.

Planen Sie deshalb:

1. Ankunft im Viertel mit Reserve. Der Weg vom Bahnhof durch die Innenstadt ist kurz genug für einen Spaziergang, aber nicht immer schnell. Fußgänger, Fahrräder und dichter Abendverkehr bremsen.

2. Treffpunkt am Tag selbst erneut prüfen. Anbieter können Hinweise zur Einordnung der Gruppe, zum Guide oder zu einem alternativen Sammelpunkt senden.

3. Nicht direkt vor einem Schaufenster warten. Das blockiert den Gehweg und widerspricht dem Charakter der Vorgaben.

4. Keine eigene Nachzüglerlogistik aufbauen. Wenn ein Teil der Gruppe später kommt, klären Sie den Treffpunkt mit dem Anbieter. Nicht eigenständig in der Fensterzone suchen.

5. Anschlusstermine mit Abstand planen. Eine Führung kann durch Menschenandrang, Umleitungen oder organisatorische Pausen länger dauern als die reine Gehzeit vermuten lässt.

Eine gute Route besteht nicht daraus, möglichst viele Fenster in möglichst kurzer Zeit abzulaufen. Das wäre schlechte Planung. Inhalt, Abstand und Rücksicht bestimmen die Qualität.

Öffnungszeiten und Abendtouren

Die Nachfrage konzentriert sich häufig auf den Abend. Das hat praktische Gründe: Das Viertel verändert dann seine Betriebsamkeit, und viele Besucher verbinden die Führung mit weiteren Abendprogrammen. Gleichzeitig steigt der Publikumsverkehr. Enge Wege werden langsamer. Treffpunkte sind schwerer zu erkennen. Gruppen lösen sich schneller auf.

Eine Abendtour ist daher nicht automatisch die bessere Tour. Sie passt, wenn Sie die Atmosphäre des Viertels zu dieser Tageszeit bewusst erleben wollen und mit höherem Andrang umgehen können. Eine frühere Führung kann für Besucher sinnvoller sein, die den historischen und städtebaulichen Teil in ruhigerem Umfeld aufnehmen möchten.

Bei Museums- und Showtickets müssen Sie die Öffnungs- und Einlasszeiten getrennt betrachten. Das Red Light Secrets arbeitet mit zeitgebundenen beziehungsweise tagesbezogenen Eintrittsoptionen. Frühere Online-Tickets können günstiger sein als der Kauf vor Ort. Die konkreten Konditionen ändern sich. Maßgeblich ist die Anzeige zum Zeitpunkt der Buchung.

Bei einer Show im Casa Rosso zählt nicht nur das Datum. Der Beginn der Vorstellung und die Einlasspraxis bestimmen, ob der Termin mit einer Führung kombinierbar ist. Zwischen einem Rundgang und einer Show sollte kein knappes Zeitfenster liegen. Ein Wechsel durch das volle Viertel ist kein sauber kalkulierter Ablauf.

Was das Fotografierverbot bedeutet

Das Fotografieren und Filmen von Sexarbeiterinnen in den Schaufenstern ist im gesamten Rotlichtviertel streng verboten. Das gilt unabhängig davon, ob Sie allein unterwegs sind, an einer Führung teilnehmen oder nur kurz stehen bleiben.

Die Regel ist nicht kompliziert. Die Umsetzung scheitert trotzdem regelmäßig an schlechter Aufmerksamkeit. Smartphones werden in einer engen Straße schnell für Navigation, Nachrichten oder Fotos genutzt. Vor den Fenstern ist das nicht akzeptabel. Auch vermeintlich unauffällige Aufnahmen aus größerer Entfernung bleiben Aufnahmen.

Beachten Sie deshalb folgende Punkte:

  • Kamera und Smartphone vor dem Betreten der Fensterzone wegpacken.
  • Keine Personen in den Schaufenstern fotografieren oder filmen.
  • Keine Gruppenfotos vor den Fenstern aufnehmen.
  • Keine Aufnahmen durch Spiegelungen oder seitliche Perspektiven versuchen.
  • Anweisungen des Guides und des örtlichen Personals sofort befolgen.
  • Andere Besucher nicht dazu ermuntern, Bilder zu machen.

Die Regel schützt die Privatsphäre der Sexarbeiterinnen. Sie ist keine Empfehlung und kein Hinweis für besonders höfliches Verhalten. Sie gehört zu den verbindlichen Rahmenbedingungen des Besuchs.

Wer die Kamera nicht weglegt, hat die wichtigste Regel des Viertels bereits vor dem ersten Programmpunkt nicht verstanden.

Auch bei Architekturaufnahmen ist Zurückhaltung erforderlich. De Wallen umfasst historische Gebäude, Kanäle und Straßenräume. Trotzdem kann ein Motiv Personen im Fensterbereich oder private Situationen zeigen. Eine gute Aufnahme beginnt mit der Frage, ob sie überhaupt gemacht werden sollte. Der Auslöser ist kein Freibrief.

Verhaltensregeln bei einer geführten Tour

Das Rotlichtviertel ist kein Themenpark. Es ist ein bewohntes und bewirtschaftetes Stadtviertel. Neben den Schaufenstern gibt es Wohnungen, Geschäfte, Gastronomie, religiöse Gebäude und normale Verkehrswege. Die Oude Kerk liegt mitten im historischen Zentrum. Rücksicht ist deshalb keine weiche Zusatzleistung, sondern Voraussetzung für einen funktionierenden Rundgang.

Typische Fehler entstehen durch falsche Erwartungen:

Die Fenster als Sehenswürdigkeit behandeln

Die Schaufenster sind Teil einer Arbeitsumgebung. Eine Führung soll Zusammenhänge erklären, nicht Personen zur Vorführung machen. Abstand, kurze Aufenthalte und leises Verhalten gehören zum Mindeststandard.

Den Guide als Eintrittskontrolle missverstehen

Ein Guide organisiert den Rundgang und vermittelt Informationen. Er ersetzt keine städtischen Regeln und kann keine Sonderrechte vergeben. Wenn eine Gruppe zu groß ist, wird sie nicht dadurch zulässig, dass alle Teilnehmer ein Ticket besitzen.

Mit Alkohol die Planung verschlechtern

Viele Besucher kombinieren De Wallen mit Bars oder Restaurants. Das ist grundsätzlich eine private Entscheidung. Für die Führung gelten trotzdem Pünktlichkeit, ansprechbares Verhalten und die Anweisungen des Guides. Ein Ticket berechtigt nicht dazu, den Ablauf für den Rest der Gruppe zu blockieren.

Straßenraum und Privatsphäre vermischen

Lautes Rufen, Anklopfen an Fenster oder gezielte Provokationen haben in einer Führung nichts verloren. Das gilt auch, wenn andere Personen im Viertel sich anders verhalten. Der Maßstab ist nicht das schlechteste Beispiel auf der Straße.

Gruppen auseinanderlaufen lassen

In den schmalen Gassen entstehen Lücken schnell. Der Guide kann nicht gleichzeitig vorne führen, hinten warten und jede private Unterhaltung überwachen. Bleiben Sie in Reichweite. Wenn die Route unklar ist, fragen Sie nach, statt eigenständig weiterzulaufen.

Red Light Secrets oder Stadtführung?

Die Entscheidung hängt vom Ziel des Besuchs ab. Das Museum Red Light Secrets ist die bessere Wahl, wenn Sie einen strukturierten Einblick in die Geschichte und Arbeitswelt der Prostitution suchen. Die Inhalte sind stationär aufbereitet. Der Zeitaufwand lässt sich besser kalkulieren.

Eine Führung durch De Wallen ist sinnvoll, wenn Sie:

  • die räumliche Entwicklung des Viertels verstehen wollen;
  • die Lage von Oude Kerk, Oudezijds Achterburgwal und angrenzenden Straßen einordnen möchten;
  • Fragen zur Regulierung direkt mit einem Guide besprechen wollen;
  • sich im Viertel orientieren möchten;
  • einen geführten Abendspaziergang statt eines Museumsbesuchs bevorzugen.

Beide Angebote können kombiniert werden. Dann muss die Reihenfolge passen. Ein Museum vor der Führung liefert Hintergrundwissen. Eine Führung danach macht die Straßenstruktur greifbarer. Umgekehrt kann der Rundgang zuerst die Fragen erzeugen, die Sie im Museum vertiefen wollen.

Planen Sie nicht automatisch beide Termine am selben Abend. Die Wege sind zwar kurz, aber kurze Wege sind in dichtem Stadtverkehr keine garantierte kurze Dauer. Ein Veranstaltungsbeginn wartet nicht auf eine Gruppe, die am Treffpunkt einer Führung zu lange diskutiert.

Was beim Buchen häufig schiefläuft

Die wiederkehrenden Fehler sind organisatorisch, nicht technisch. Sie lassen sich vermeiden, wenn die Buchung wie ein kleiner Einsatzplan behandelt wird.

1. Ein Ticket für die falsche Leistung kaufen.

Ein Museumsbesuch, eine Walking Tour und eine Live-Show sind nicht austauschbar. Lesen Sie den Leistungsumfang, nicht nur den Titel.

2. Die Gruppengröße ignorieren.

Bei mehr als vier Teilnehmern plus Guide ist eine Führung direkt an den Schaufenstern nicht regelkonform. Der Anbieter muss die Gruppe anders organisieren oder teilen.

3. Mit einem allgemeinen Eintritt rechnen.

Für De Wallen gibt es keinen pauschalen Zugang, der alle Angebote abdeckt. Sie buchen jeweils die konkrete Führung, das Museum oder die Show.

4. Den Treffpunkt zu knapp kalkulieren.

Amsterdam Centraal Station, Nieuwmarkt und die einzelnen Straßen des Viertels liegen nah beieinander. Das heißt nicht, dass die Orientierung bei dichtem Verkehr automatisch funktioniert.

5. Öffnungszeiten vermischen.

Die Zeiten einer Führung gelten nicht für das Museum. Die Einlasszeit einer Show ist nicht die Startzeit eines Rundgangs. Jede Leistung hat ihre eigene Taktung.

6. Stornierungsbedingungen überlesen.

Die genauen Fristen und Ticketkontingente privater Anbieter können variieren. Wer einen Termin mit Bahn, Restaurant und Show verkettet, sollte die Umbuchungsregeln vor dem Kauf lesen.

7. Die Kamera griffbereit lassen.

Das Fotografierverbot wird nicht dadurch aufgehoben, dass ein Motiv interessant aussieht oder andere Besucher ihre Telefone benutzen.

8. Eine Bewertung mit der Leistungsbeschreibung verwechseln.

Erfahrungsberichte können Hinweise geben. Verbindlich sind aber die Angaben des konkreten Tickets: Sprache, Dauer, Route, Gruppengröße und Einlass.

So buchen Sie ohne unnötige Reibung

Ein belastbarer Ablauf besteht aus wenigen Schritten:

  • Zuerst festlegen, ob Sie eine Führung, ein Museum oder eine Show suchen.
  • Danach den gewünschten Zeitraum und die Sprache auswählen.
  • Die maximale Teilnehmerzahl und die Route lesen.
  • Treffpunkt und Weg vom Bahnhof oder der Metrostation prüfen.
  • Museum und Show als separate Leistungen behandeln.
  • Regeln zu Fotografie, Pünktlichkeit und Verhalten vor der Buchung lesen.
  • Stornierung, Umbuchung und Einlassbedingungen kontrollieren.
  • Erst dann das Ticket kaufen.

Für die Anreise können Sie den Öffentlichen Nahverkehr in Amsterdam planen und den Weg zum Treffpunkt vorab prüfen. Das ist kein Bestandteil des Tickets, verhindert aber einen typischen Planungsfehler: die reine Luftlinienentfernung mit der tatsächlichen Ankunftszeit zu verwechseln.

Wer kurzfristig bucht, sollte außerdem prüfen, ob der gewünschte Termin tatsächlich verfügbar ist. Es gibt geführte Touren in unterschiedlichen Formaten, darunter Termine für heute oder morgen. Verfügbarkeit und Teilnehmerzahl ändern sich jedoch laufend. Ein angezeigter Termin ist erst mit abgeschlossener Buchung belastbar.

Fazit: Das richtige Ticket ist eine Organisationsfrage

Tickets für das Rotlichtviertel in Amsterdam kaufen Sie nicht nach dem auffälligsten Titel, sondern nach dem tatsächlichen Ablauf. Die entscheidenden Daten sind Gruppengröße, Route, Treffpunkt, Sprache, Dauer und Leistungsumfang.

Für eine klassische Orientierung durch De Wallen reicht meist eine öffentliche Führung. Wer mit einer kleinen festen Gruppe reist oder den Abend eng taktet, fährt mit einer klar begrenzten Kleingruppentour besser. Das Red Light Secrets Museum ist eine eigenständige Option für vertiefende Inhalte. Das Casa Rosso gehört in die Kategorie Live-Unterhaltung und muss separat geplant werden.

Die städtische Gruppenregel seit April 2020 und das strikte Fotografierverbot sind keine Randnotizen. Sie bestimmen, wie eine Tour im Viertel funktioniert. Wer diese Vorgaben vor der Buchung versteht, vermeidet Fehlkäufe, unnötige Verzögerungen und Konflikte vor Ort. Mehr Planung ist hier kein Luxus. Sie ist die kleinste funktionierende Betriebseinheit.

Praktische Hinweise

Währung: EUR

Verkehr: rechts

Notrufnummer: 112

Häufige Fragen

Wie viele Personen dürfen an einer Führung durch das Rotlichtviertel teilnehmen?
Direkt an den Schaufenstern sind höchstens vier Teilnehmer plus Guide zulässig. Diese städtische Regel gilt seit dem 1. April 2020.
Gibt es ein allgemeines Ticket für das Rotlichtviertel Amsterdam?
Nein. De Wallen ist kein geschlossenes Gelände mit einem Haupteingang und einer zentralen Kasse. Sie buchen jeweils eine konkrete Führung, ein Museum oder eine Show.
Was ist der Unterschied zwischen einer Stadtführung, Red Light Secrets und Casa Rosso?
Eine Stadtführung vermittelt unter anderem Orientierung, Stadtgeschichte und die räumliche Entwicklung von De Wallen. Red Light Secrets ist ein Museum mit stationär aufbereiteten Inhalten, während Casa Rosso für Live-Unterhaltung steht.
Darf man im Rotlichtviertel Amsterdam fotografieren?
Das Fotografieren und Filmen von Sexarbeiterinnen in den Schaufenstern ist im gesamten Rotlichtviertel streng verboten. Auch Gruppenfotos vor den Fenstern sowie Aufnahmen aus größerer Entfernung sind nicht akzeptabel.
Welche Angaben sollte eine Ticketbeschreibung für eine Führung enthalten?
Erkennbar sein sollten mindestens der genaue Treffpunkt, die geplante Dauer, die maximale Teilnehmerzahl, die Sprache, die Route, die Zugänglichkeit sowie die Regelungen zu Verspätungen und Nichterscheinen. Außerdem sollte angegeben werden, ob der Eintritt in ein Museum oder eine Show enthalten ist.
Wo starten Führungen durch De Wallen?
Die Führungen beginnen an einem vereinbarten Treffpunkt und bewegen sich anschließend durch öffentliche Straßen. Treffpunkte liegen je nach Anbieter etwa in der Nähe des Amsterdam Centraal Station oder am Rand des Viertels in Richtung Nieuwmarkt.

Foto: Rungbachduong / CC BY-SA 3.0 — Wikimedia Commons