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Fortschritte beim Autobahnausbau zwischen Rironi und Mau Summit

Wie die kenianische Straßenbauaufsicht KeNHA bestätigt, macht das 184 Milliarden Schilling schwere Autobahnprojekt zwischen Rironi und Mau Summit auf mehreren Teilabschnitten physische Fortschritte.

Fortschritte beim Autobahnausbau zwischen Rironi und Mau Summit

Erdbau, Fahrbahnverbreiterung und der Einbau von Entwässerungsanlagen werden entlang der hochbelasteten Nordachse parallel vorangetrieben, wobei das Hauptaugenmerk derzeit auf der Umverlegung bestehender Versorgungsleitungen liegt.

Geometrie und Erdbauvolumen

Die Gesamttrasse erstreckt sich über rund 233 Kilometer zwischen Nairobi und dem Westen Kenias und wird abschnittsweise sehr unterschiedlich profiliert. Nach den vorliegenden Auslegungsdaten beginnt sie in Rironi als vierspurige Schnellstraße und führt als zweibahnige Kraftverkehrsstraße bis Naivasha. Infolgedessen wechselt das Profil zwischen Naivasha und Nakuru auf drei Fahrstreifen je Richtung, wo die täglichen Verkehrsbelastungen ihre Spitzenwerte erreichen. Durch Nakuru City ist zusätzlich eine Hochstraße vorgesehen, die den innerstädtischen Knoten vom Durchgangsverkehr entkoppelt. Für Bauausführende, die vergleichbare Erdbauwerke kalkulieren, sind die Wechsel zwischen Damm, Einschnitt und Hochstraße in einer einzigen Linienführung baubetrieblich der entscheidende Faktor: Jede Profiländerung verlangt eine gesonderte Massenermittlung, eigene Gerätedisposition und angepasste Bauzeitenpläne.

Vergabe, Risikoteilung und Baufortschritt

Die Bauausführung ist in zwei Hauptlose aufgeteilt. China Road and Bridge Corporation (CRBC) bearbeitet den ersten Abschnitt zwischen Rironi und Gilgil über ein öffentlich-privates Partnerschaftsmodell, an dem der kenianische Sozialversicherungsfonds NSSF mit vierzig Prozent beteiligt ist. Den Abschnitt Gilgil bis Mau Summit übernimmt Shandong Hi-Speed Road and Bridge International über einen dreißigjährigen Design-Build-Finance-Operate-Maintain-Transfer-Vertrag mit einer Gesamtlänge von 94 Kilometern. Nach Angaben der Behörde haben die CRBC-Trupps rund fünfzehn Prozent, das Konsortium Shandong etwa zehn Prozent ihres Leistungspakets abgeschlossen. Diese Werte liegen laut KeNHA im Rahmen der Erwartung, sind für die Bewertung des weiteren Bauablaufs jedoch nur eingeschränkt aussagefähig, solange keine Aufschlüsselung nach Erdbau, Oberbau und Ingenieurbauwerken vorliegt. Erwähnenswert bleibt, dass das malaysische Pendant TSR Capital parallel einen Auftrag über 130 Millionen Ringgit für Erdbauarbeiten am Ausbau der Kuala Lumpur-Karak Highway erhalten hat – ein Indikator dafür, dass die regionale Auftragsvergabe in großen Erdbaulosen aktuell ungebrochen ist.

Baugrund und Entwässerung als kritischer Pfad

Die derzeit dominierende Bautätigkeit am kenianischen Projekt ist die Umverlegung öffentlicher Versorgungsleitungen – Stromtrassen, Wasserrohre und Telekommunikationskabel. KeNHA koordiniert diese Arbeiten mit den Versorgern, um den anschließenden Erdbau nicht auszubremsen. Genau hier entscheidet sich, ob der von Präsident Ruto geforderte Termin April 2027 beziehungsweise der offizielle KeNHA-Zieltermin Juni 2027 – inklusive der von Verkehrsminister Chirchir angekündigten Teileröffnung Rironi–Naivasha im August 2026 – tatsächlich zu halten ist. Aus geotechnischer Sicht liegt das Risiko weniger in der sichtbaren Fahrbahn als im Planum und in der Entwässerungslinie: Verformungen an einer Schnellstraße dieser Belastungsklasse entstehen fast immer dort, wo das Planum nicht den geforderten Verdichtungsgrad nach Proctor erreicht oder wo Kapillarwasser ungehindert in den Straßenkörper aufsteigt. Wer auf Großbaustellen dieser Größenordnung die Proctordichte, die Scherfestigkeit des Untergrundes und die hydraulische Bemessung der Seitengräben lückenlos dokumentiert, sichert die Qualität des späteren Oberbaus gegen frühzeitige Spurrillen ab. Für die nächsten Monate bleibt im Blick zu behalten, wann KeNHA belastbare Eröffnungstermine für die ersten Teilabschnitte nennt und welche Vergabestruktur dieses Modells für deutsche ÖPP-Projekte als Referenz dienen kann.